Gemeinde Nalbach
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Nalbach gehört mit knapp 10.000 Einwohnern zu den kleineren Gemeinden im Landkreis Saarlouis, etwa 15 km östlich von der französischen Grenze gelegen.
Nalbach selbst bildet den Mittelpunkt des Nalbacher Tales, das im Norden durch den 414 m hohen Litermont abgeschirmt, im Süden durch die Steilhänge des Hoxberges begrenzt und von der Prims in Ost-/West-Richtung durchflossen wird. Das Wahrzeichen des Nalbacher Tales ist der Litermont mit seinem sagenumwobenen Gipfelkreuz, dessen schöne, waldreiche Landschaft als Naherholungsgebiet viele Gäste aus nah und fern anlockt. Vom Gipfel des Berges hat man einen weiten Ausblick in das Primstal und bis nach Lothringen, am Fuße und rings um den Litermont laden Trimmpfade, Wassertretanlagen, Wanderwege, Ruhebänke und eine gepflegte Gastronomie je nach Lust und Laune zu Aktivitäten und zur Erholung ein.

- Sonnenuhr in Körprich
Ortsteil Körprich
Gemarkungsfläche: 3,72 km
Einwohnerzahl: 2033 Einwohner (Stand: 01.01.2007)
Körprich wird erstmalig 1327 urkundlich erwähnt und dürfte somit geschichtlich der jüngste Ortsteil von Nalbach sein. Bereits 1332 erscheint in den Urkunden eine Kapelle am Berg, die auch bestimmt der Ursprung des Namens Körprich (Von „Kirchberg“) sein dürfte. Über Jahrhunderte hat das Leben sich rund um diese Kapelle abgespielt, die für die Körpricher stets „ihre Kapelle“ war. Durch große Umbau- und Renovierungsarbeiten 1898 und in den Jahren 1985 bis 1987 bewahrten sich die Körpricher mit sehr viel Engagement ihr Kleinod. Auch kämpften sie über diese Zeit um ihre kirchliche Eigenständigkeit, die mit dem Bau der Kirche „St. Michael“ 1926 letztlich vollendet wurde. Mit dem Bau der Eisenbahn und dem Bau einer Dampfziegelei zu Beginn des letzten Jahrhunderts nahm die wirtschaftliche Entwicklung des Ortsteils raschen Aufschwung. Die Eisenbahn erleichterte den Bergleuten und den Arbeitern den Weg zu ihren Arbeitsstätten. Die Dillinger Hütte war zum größten Arbeitgeber in der Region geworden. Damit waren die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen für eine Zukunft Körprichs als Arbeiterwohnsiedlung. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er/60er Jahren hat die Landwirtschaft als Nebenerwerbsquelle eingeschränkt. Parallel nahm die Siedlungstätigkeit stark zu.

- Kirche in Nalbach
Ortsteil Nalbach
Gemarkungsfläche: 10,02 km
Einwohnerzahl: 4248 Einwohner (Stand: 01.01.2007)
Mehr als 1050 Jahre alt ist der größte Ortsteil der Gemeinde Nalbach, der ihr auch seinen Namen gibt. Das Wort Nalbach stammt von dem bereits 950 urkundlich erwähnten Hof Nagelbach ab. Die Gemeinde war bereits sehr früh kaufmännisches Zentrum des Primstals. Auch viele jüdische Familien lebten über die Jahrhunderte hier. Diese errichteten in der Nähe des heutigen Feuerwehrgerätehauses in der Mittelstraße eine Synagoge, die in der Reichspogromnacht 1938 ein Opfer der Flammen wurde. Seit 1. Januar 1974 bilden die Orte Nalbach, Piesbach, Bilsdorf und Körprich die Gemeinde Nalbach. Dorfmittelpunkt sind der Hubertusplatz und die Hubertusstraße, wo eine Vielzahl von leistungsfähigen Fachgeschäften zum Einkaufen einlädt. Die meisten Bewohner von Nalbach arbeiten in umliegenden Industrie-, Handels- und Wirtschaftsbetrieben sowie Banken, Sparkassen und Behörden. Die größten Arbeitgeber in der näheren Umgebung sind die Saarlouiser Ford-Automobilwerke und die Dillinger Hütte.

- Ortsteil Piesbach
Ortsteil Piesbach
Gemarkungsfläche: 5,35 km
Einwohnerzahl: 2146 Einwohner (Stand: 01.01.2007)
Erstmals wurde Piesbach im Jahre 1048 erwähnt, als Erzbischof Eberhard dem Stift St. Simeon den Hof Nagelbach mit all seinen Siedlungen schenkte. Piesbach-Bettstadt war eine dieser Siedlungen. Die Piesbacher Vorfahren waren jahrhundertelang Untertanen und Leibeigene verschiedener Herren. Die französische Revolution fegte diese im Mittelalter geschaffenen Strukturen hinweg. Als Napoleon das Gebiet links des Rheins eroberte, wurden Piesbach und Bettstadt 1798 französisch. 1816 wurde Piesbach preußisch. Piesbach und die anderen Gemeinden der Bürgermeisterei Nalbacher Tal bekamen 1859 die Selbstverwaltung übertragen. Heute ist Piesbach ein sehr lebendiger Ort, dessen Ortsbild durch zahlreiche schön restaurierte, alte Bauernhäuser besticht, die auch den besonderen Charme ausmachen.

- Ortsmitte Bilsdorf
Ortsteil Bilsdorf
Gemarkungsfläche: 3,37 km
Einwohnerzahl: 1256 Einwohner (Stand: 01.01.2007)
Erstmals erwähnt wurde Bilsdorf im 10 Jahrhundert in einer bischöflichen Urkunde als kleine Bauernsiedlung. Bilsdorf war von jeher eng mit der an der unteren Prims gelegenen Gesamtgemeinde „Nalbacher Tal“ verbunden. Seit 1974 gehört Bilsdorf als kleinster Ortsteil zur Großgemeinde Nalbach. Aus dem einst bäuerlich geprägten Ort, in dem früher viele Berg- und Hüttenleute wohnten, ist heute ein schmucker Wohnort im Grünen mit hohem Freizeitwert geworden. Es gibt heute nur noch einen einzigen großen Bauernbetrieb im Ort.













