Kreisstadt Merzig
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Merzig ist als aufstrebende Kreisstadt mit 17 Stadtteilen nicht nur Sitz der Kreisverwaltung Merzig-Wadern, sondern auch zahlreicher anderer Behörden. Eine wichtige Funktion hat Merzig auch als Versorgungszentrum für über 80.000 Menschen und als Schulstadt mit seinem vielfältigen Angebot an allgemeinbildenden und berufsspezifisch weiterführenden Schulen.
Geschichtlich geht Merzig auf keltisch-römische Ursprünge zurück und ist nach wie vor Standort traditionsreicher Unternehmen im Bereich der Keramik, der metallverarbeitenden und der Getränkeindustrie sowie auf dem Gebiet des Pharma- und Medizintechnikhandels. Die vielen Baumschulen machen Merzig zudem zum Baumschulzentrum des Südwestens.
Unter anderem wegen ihrer Lage „..in einem klimatisch und landschaftlich bevorzugten Gebiet ..“ erfreut sich die Kreisstadt auch touristisch steigender Beliebtheit.
Dazu trägt ebenso das neue Freizeit- und Gesundheitsbad „DAS BAD“ bei. Hier kommt im touristisch besonders attraktiven Gesundheitsbereich das Bietzener Heilwasser zum Einsatz, ebenso wie in der Saline im Stadtpark, an der Heilquelle am Bietzener Saarufer und im VdK-Haus Sonnenwald im staatlich anerkannten Erholungsort Besseringen.
Auch der „Wolfspark Werner Freund“, nach dem weltweit bekannten Merziger Wolfsforscher benannt und in den letzten Monaten attraktiv umgebaut und erweitert, zieht jährlich zehntausende von Besuchern an.
Kulturell hat Merzig gerade in den letzten Jahren seinen Spitzenplatz unter den saarländischen Kommunen ausgebaut und weiter gefestigt. Der Zeltpalast von Musik & Theater Saar, das städtische Kulturamt und weitere kulturtreibende Vereine ziehen Kulturbegeisterte weit über das Saarland hinaus mit einer bunten Fülle von qualitätsvollen Theaterveranstaltungen, Ausstellungen und Musik-Events an.
Von den 17 Stadtteilen gehören lediglich die Bietzerberg-Stadtteile Bietzen, Menningen und Harlingen zur Region SaarPrimsBogen.
Der Bietzerberg – die Merziger Stadtteile Bietzen, Harlingen und Menningen
Die Merziger Stadtteile Bietzen, Harlingen und Menningen bilden die sogenannten Bietzerberg-Stadtteile. Die Gegend des Bietzerberges war schon früh besiedelt. Es gibt neolithische Funde bei Bietzen und Menningen. Auch römische Funde sind in der Umgebung bekannt. Man nimmt an, dass diese um die Zeit der fränkischen Landnahme im 6. Jahrhundert nach Christus entstanden sind. Bietzen, Harlingen und Menningen bildeten eine Bann- und Flurgemeinschaft und sind seit alters her eine Einheit sowohl als Pfarrei als auch als politische Einheit. Der Bietzerberg gehörte von 1368 bis 1778 zum Kondomium Merzig-Saargau, in dem sowohl Kurtrier als auch Lothringen die Landeshoheit hatten. Heute sind die reizvoll oberhalb der Saar gelegenen Bietzerberg-Stadtteile allesamt attraktive Wohnstandorte.

- Heilquelle Bietzen
Stadtteil Bietzen
Gemarkungsfläche: 6,68 km
Einwohnerzahl: 984 Einwohner (Stand: 01.01.2009)
Bietzen ist der größte Ortsteil der drei Bietzerberg-Stadtteile. Bekannt ist der Ort aufgrund der „Bietzener Heilquelle“, deren Wasser sowohl als Mineral- als auch als Heilwasser staatlich anerkannt ist, aufgrund der Skulpturen von Professor Paul Schneider, jenes bekannten Bildhauers und Künstlers, der in Bietzen wohnhaft ist und dessen Kunstwerke auf dem ganzen Bietzerberg anzutreffen sind, sowie aufgrund des nahe gelegenen Ohligbachtals, das über die Jahrhunderte vielfältig genutzt wurde und heute als Naherholungsgebiet dient. Bekannt ist Bietzen auch für seine Pfarrkirche mit ihrem Hochalter von 1731 sowie für die nahe gelegenen Westwallbunker aus dem 2. Weltkrieg.

- Stadtteil Harlingen
Stadtteil Harlingen
Gemarkungsfläche: 2,51 km
Einwohnerzahl: 573 Einwohner (Stand: 01.01.2009)
Harlingen weist auf eine Entstehung in der frühfränkischen Landnahme (500-550 n. Chr.) hin. Urkundlich wird Harlingen erstmals 1153 als Harledingen erwähnt. Lange Zeit wurde der Ort von Bauernhäusern des lothringischen Typs geziert, nach dem 2. Weltkrieg wurden diese durch zahlreiche Um- und Neubauten teilweise ersetzt. Durch das Bewusstsein, das traditionelle Ortsbild zu erhalten, wurden die alten Bauernhäuser im ursprünglichen Stil restauriert. Sie prägen heute das Ortsbild von Harlingen entscheidend mit. Bei der Bebauung neuer Wohngebiete wurde stets darauf geachtet, das Traditionelle mit dem Neuen homogen zu verbinden, um dem Ortsbild und dem Ortscharakter gerecht zu werden. 1983 erlangte Harlingen beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille. Mittelpunkt des Ortes Harlingen ist die Marienkapelle „Beatae Mariae Virginis“ von 1750, ein Gebäude spätbarocker Baukunst. Sie steht unter Denkmalschutz und gehört zu den schönsten und wertvollsten Barockbauten im Saarland. Seit ihres Bestehens ist sie ein religiöser Mittelpunkt für den Bietzerberg, die Kreisstadt Merzig und die Umgebung und macht Harlingen zum Wallfahrtsort.

- Stadtteil Menningen
Stadtteil Menningen
Gemarkungsfläche: 4,87 km
Einwohnerzahl: 646 Einwohner (Stand: 01.01.2009)
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1492 als Mennick. Das Höhendorf Menningen zählt zu den wenigen Ortschaften im Saarland, die bis heute Weinbau betreiben. Erwähnenswert ist die romantische St.-Clemens-Kapelle mit ihrem Barockalter, die schon 1623 geschichtlich erwähnt und vor wenigen Jahren renoviert wurde. Als Naherholungsgebiet bieten sich die nahe gelegenen Naturschutzgebiete Wolferskopf und die Saarhänge an.













