Gemeinde Beckingen
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Mit der Gebiets- und Gemeindereform von 1974 wurden die neun ehemals selbstständigen Orte des Haustadter Tals zur Gemeinde Beckingen zusammengefasst. Beckingen hat sich seitdem zu einer wunderschönen Wohngemeinde mit attraktivem kulturellem, sportlichen, wirtschaftlichen aber vor allem auch touristischen Angebot entwickelt. Die verkehrstechnisch günstige Lage im Zentrum zwischen Saarbrücken, Trier, Luxemburg und Metz einerseits, die ländliche Idylle und Beschaulichkeit andererseits machen den Reiz Beckingens und seiner Gemeindeteile aus.
- Beckingen Deutschherrenbrunnen
Ortsteil Beckingen
Gemarkungsfläche: 9,61 km
Einwohnerzahl: 4533 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Das Gebiet der heutigen Gemeinde war bereits um 1800 bis 1200 vor Christus besiedelt, was aufgrund von Ausgrabungen ermittelt wurde. Die Römer erschlossen die Gegend um Beckingen verkehrstechnisch. 1048 wurde die Gemeinde Beckingen erstmals von Erzbischof Eberhard von Trier urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war Beckingen Sitz eines Komturs des Deutschherrenordens. Mit dem Frieden von Nimwegen fiel der Ort 1678/1679 an Lothringen. 1766 fiel Lothringen und damit auch Beckingen an Frankreich. Nach der Zerschlagung des napoleonischen Reiches wurde der Ort der Preußischen Rheinprovinz zugeordnet und nach dem 1. Weltkrieg im Versailler Vertrag dem Saargebiet unterstellt. Heute ist Beckingen der einwohnermäßig größte Gemeindebezirk. Direkt an der Saar gelegen bildet Beckingen den Eingang zum Haustadter Tal. Auch verkehrstechnisch gesehen stellt Beckingen – direkt an der A8, der Bahnlinie Trier-Saarbrücken und der Saar gelegen – einen Knotenpunkt dar. Neben dem Sitz der Gemeindeverwaltung befinden sich hier auch 3 Kindergärten, eine Grundschule und die erweiterte Realschule.

- Schachtausgang Düppenweiler
Ortsteil Düppenweiler
Gemarkungsfläche: 12,54 km
Einwohnerzahl: 3320 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Der heute flächenmäßig größte und bevölkerungsmäßig zweitgrößte Gemeindebezirk liegt etwas abseits des Haustadter Tals am Kondeler Bach. Die erste urkundliche Erwähnung fällt in das Jahr 1052, als Erzbischof Eberhard von Trier das Dorf Wilre dem ardennischen Grafen Walram von Arlon zu Lehen gab. Der Name Düppenweiler erscheint 1335 erstmals als Duppinwillre. Territorial gehörte Düppenweiler zu Kurtrier. Nach der französischen Revolution kam der Ort zur Bürgermeisterei Hüttersdorf, 1816 schließlich zur Bürgermeisterei Haustadt. Seit der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1974 bildet Düppenweiler zusammen mit Beckingen, Saarfels, Haustadt, Honzrath, Erbringen, Hargarten, Reimsbach und Oppen die Einheitsgemeinde Beckingen. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zum Litermont.
- Luziakapelle Erbringen
Ortsteil Erbringen
Gemarkungsfläche: 3,39 km
Einwohnerzahl: 1056 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Erbringen liegt in der Mitte des Haustadter Tales und ist sowohl mit dem Auto als auch mit dem Fahrrad bequem zu erreichen. Auf halber Strecke zwischen dem Saarradweg und dem Leinpfad der Saar ist Erbringen ein idyllischer Wohnort in der Talaue des Mühlenbachs. Erbringen wurde im Jahre 1098 erstmals urkundlich erwähnt. Der Stift St. Simion in Trier hatte in Erbringen neben der Abtei Mettlach den meisten Grundbesitz und damit auch das Sagen. Der Herzog von Lothringen war bis 1766 Landes- und Hochgerichtsherr. Nach 1766 gehörte Erbringen zu Frankreich. Haupterwerbsquelle in dieser Zeit waren die Rinder- und Schafzucht, bis sich ab 1710 Erzgräber ansiedelten. Die Qualität der Erze war allerdings schlecht, so dass die Erzgräber nach wenigen Jahren wieder wegzogen. Bis zur Industrialisierung war die Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle.

- Feldschmiede Hargarten
Ortsteil Hargarten
Gemarkungsfläche: 3,29 km
Einwohnerzahl: 642 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Hargarten entstand wahrscheinlich um 700-800 n. Chr. als Flachsgarten, eine fränkische von Bergen „umzäunte“ Flachsanbausiedlung. Erstmals ist es urkundlich 1179 n. Chr. erwähnt. Im späten Mittelalter lebten die Menschen im Haustadter Tal von der Arbeit in Kalk- und Steinbrüchen. Auch Hargarten besticht durch seine wunderschöne alte Bausubstanz. Es ist reizvoll in einem engen Seitental des oberen Haustadter Tals gelegen. Von der Merchinger Höhe (417 m) hat man einen überwältigenden Ausblick auf den Hochwald und in die Bergwelt des östlichen Saarlandes bis hin zum Schaumberg. Die das Dorf umgebenden Steilhänge sind mit Obstbäumen bepflanzt; hier befindet sich das reichste Obstanbaugebiet des Haustadter Tales. Heute gehört der Ort als kleinster Gemeindebezirk zur Großgemeinde Beckingen.

- Kirche in Haustadt
Ortsteil Haustadt
Gemarkungsfläche: 5,94 km
Einwohnerzahl: 2055 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Dieses Dorf gab dem gesamten Tal seinen Namen. Schon zur Römerzeit verlief hier eine wichtige Verkehrsader und auch heute ist Haustadt durch seine gute Anbindung an Merzig, Dillingen oder Saarlouis als Wohngemeinde sehr beliebt. Bodenfunde aus der Kelten- und Römerzeit lassen darauf schließen, dass das Haustadter Tal bereits zu dieser Zeit schon besiedelt war (bis 1000 v. Chr.). Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1147. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte Haustadt, verursacht durch die Kriegswirren, mehrmals und über längere Zeiträume hinweg, zum Herzogtum Lothringen und zu Frankreich. Erst im Jahr 1816 wurde Haustadt zur Bürgermeisterei ernannt. Seit der Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1974 gehört Haustadt zur Gemeinde Beckingen.

- Felsenkeller Honzrath
Ortsteil Honzrath
Gemarkungsfläche: 6,28 km
Einwohnerzahl: 1558 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Bodenfunde weisen auf eine Besiedlung schon in der Frühzeit hin. Davon zeugen Steinbeile, die um 1880 gefunden wurden. 1306 wurde Honzrath erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war Honzrath freies Reichsdorf, d.h. es unterstand unmittelbar dem Kaiser unter wechselnden Territorialherrschaften. 1816 fiel Honzrath an Preußen. 1974 wird die Gemeinde Honzrath Teil der Großgemeinde Beckingen. Heute ist Honzrath ein Pferdesportzentrum. Tausende von Besuchern kommen jährlich auf die Rennbahn, wenn es um den Großen Preis des Saarlandes geht. Auch die Fuchsjagd hat ihren festen Platz im Terminkalender der Reitsportfreunde.

- Oppener Weiher
Ortsteil Oppen
Gemarkungsfläche: 5,94 km
Einwohnerzahl: 2055 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Oppen liegt am Ende des oberen Haustadter Tals im Schnittpunkt zweier ehemaliger Römerstraßen am Rande des waldreichen „Großen Lückner“. Es ist anzunehmen, dass Oppen erst nach dem Jahre 1000 entstanden ist. Heute eignet sich der „Große Lückner“ hervorragend als Wandergebiet und auch die Mountainbiker haben den Lückner als Eldorado entdeckt.

- Kirche Reimsbach
Ortsteil Reimsbach
Gemarkungsfläche: 5,78 km
Einwohnerzahl: 2324 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Die erste urkundliche Erwähnung Reimsbachs stammt aus dem Jahre 950 n. Chr. Im römischen Zeitalter lag der Schnittpunkt der beiden Römerstraßen Nord-Süd (in den Trierer Raum) und West-Ost (in den St. Wendeler Raum) in der Nähe des Römerwäldchens südlich des Dorfes. Auch der Fund römischer Münzen 1947 bestätigt die Anwesenheit der Römer im Ortskern. Die in unmittelbarer Nähe auf römischen Fundamenten stehende Wendelinuskapelle mit dem dazugehörigen 1000-jährigen Kapellenbaum bilden gemeinsam eine geschichtliche Einheit.
Reimsbach hat sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Zentrum entwickelt, wozu die ruhige und sonnige Lage im oberen Haustadter Tal geführt hat. Viele schmucke, kleine Geschäfte haben sich hier etabliert. Auch aus diesem Grunde ist Reimsbach zum einwohnermäßig drittgrößten Gemeindebezirk angewachsen. Ein Aushängeschild Reimsbachs ist sein Fußball-Klub. Seit Jahren spielt man in der höchsten saarländischen Fußballliga – der Verbandsliga – in der Spitzengruppe mit. Die Pfingstkirmes auf dem neu gestalteten Dorfplatz und der gemütliche Weihnachtsmarkt machen den Ort ebenso für Besucher interessant, wie ein Szenelokal und die guten Einkaufsmöglichkeiten.

- Ortsteil Saarfels
Ortsteil Saarfels
Gemarkungsfläche: 1,83 km
Einwohnerzahl: 865 Einwohner (Stand: 31.12.2006)
Saarfels wurde bereits 1220 urkundlich erwähnt. Die Entstehungsgeschichte ist indessen viel älter, da das Dorf wie viele andere Dörfer in der Region zum Kerngebiet des fränkischen Saargaus gehörte. Die heutige Wendalinuskapelle diente bereits vor Jahrhunderten (als St.-Barbara-Kapelle) den Rittern des Deutschherrenordens in Beckingen als Jagdkapelle. Früher war Saarfels eine richtige Weinbaugemeinde. Doch die Reblaus machte den Winzern den Gar aus. Heute gibt es im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Wolferskopf noch einen kleinen rekonstruierten Weinberg.













